Der Spot X ist mehr als ein Notsender: Er kann individuelle Nachrichten versenden, verfügt über eine eigene Mobilfunknummer und bietet günstige Flex-Verträge für einzelne Monate - und das alles im Hosentaschen-Format.

Vor ein paar Jahren brachte die Firma US-amerikanische Firma Spot LLS. den ersten Spot auf den europäischen Markt und bediente damit ein völlig neues Segment der Notfallkommunikation. Die nachfolgenden Modelle wurden weiterentwickelt und immer leistungsfähiger und kleiner. Sie hatten allerdings alle einen gravierenden Nachteil: Die Nachrichtenübermittlung ging nur in eine Richtung, vom Spot zum Empfänger, und das auch nur mit voreingestellten Nachrichten. Mit dem Spot X bringt der Hersteller nun erstmalig ein Zwei-Wege-Satellitengerät auf den Markt. Spot schließt damit die Lücke zum Mitbewerber Garmin, welcher mit der InReach Serie schon länger Zwei-Wege-Satelliten-Kommunikationsgeräte anbietet.

Funktionen des Satelliten-Messengers

Was zeichnet den Spot X aus?

  • Alarmierung von Rettungsdiensten über die GEOS Notzentrale (GEOS International Emergency Response Coordination Center, IERCC)
  • Zwei-Wege-Kommunikation mittels E-Mail und SMS an Freunde und Rettungsdienste
  • Verfügt über eine eigene Mobilrufnummer, direkter Empfang von SMS möglich
  • Versenden von voreingestellten OK-Nachrichten (kostenfrei)
  • Versenden von 14 voreingestellten Nachrichten (kostenfrei)
  • Versenden von individuellen Nachrichten per Tastatur (kostenpflichtig)
  • Verwaltung von bis zu 70 Kontakten auf dem Spot X
  • Versenden von Bewegungsalarm
  • Livetracking in unterschiedlichen Intervallen (2,5; 5; 10; 30; 60 Minuten) kostenpflichtig je nach Vertrag
  • Teilen des Standortes über Shared Page
  • Teilen des Standortes in sozialen Medien
  • Integrierter Kompass, einfache Wegpunktnavigation mittels gespeicherter Wegpunkte

Satellitenabdeckung: Nachrichten empfangen und versenden

Der Spot Service verwendet das Globalstar Satellitennetzwerk zur Kommunikation, Garmin setzt dagegen auf Iridium. Leider verfügt Globalstar im Gegensatz zu Iridium nicht über eine globale Netzabdeckung. Je nach Aufenthaltsort kann es sein, dass einem auch nur eine Ein-Wege-Kommunikation, sprich der Versand der vordefinierten Nachrichten und die S.O.S.-Funktion, zur Verfügung steht. Je nach Reiseland kann das schon ein KO-Kriterium für das eine oder andere System sein.

Für eine bessere Empfangs- und Sendeleistung sollte auf jeden Fall immer freie Sicht zum Himmel bestehen. Schluchten, Bäume oder sogar der eigene Körper schirmen das Gerät schon so stark ab, das nach meiner Erfahrung kein verlässlicher Versand von Nachrichten erfolgt. Über mehre Icons informiert der Spot X aber sehr gut darüber, ob eine Nachricht versendet wurde, fehlgeschlagen ist, sich in der Warteschlange befindet oder die Zustellung nicht bestätigt werden kann. Auch beim Nachrichtenempfang, GPS-Signal oder dem Trackingmodus bekommt man ähnliche Statusmeldungen und kann sofort tätig werden, zum Beispiel einen besseren Standort aufsuchen.